Ökumenischer Jahresrückblick 2022

Bericht an die Gemeindekonferenz

Von Helmut Röhrbein-Viehoff.

Ökumene-Beauftragter für St.Marien und Edith-Stein

Mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen wir diesen Bericht.

Treffen des ÖFB

Das ÖFB hat sich seit dem 23. Juni 2022 drei Mal getroffen: 

  • am 23. August 2022 in der Vineyard-Gemeinde (Glasbläserhöfe);
  • am 15. November 2022 in der Freien Evangelischen Gemeinde Neuallermöhe (Wilhelm-Osterhold-Stieg 36);
  • am 14. Februar 2023 im Gemeindehaus der Evang.-luth. Erlöserkirche (Lohbrügge).

Ökumenische Lobpreis- und Segnungsgottesdienste

Zwei Mal hat das ÖFB in diesem Zeitraum zu ökumenischen Lobpreis- und Segnungsgottesdiensten eingeladen:

  • am Freitag, den 10. Juni 2022, in der Magdalenen-Kirche in Reinbek;
  • am Freitag, den 21. Oktober 2022, in der Edith-Stein-Kirche (Thema: „Auf zu neuen Ufern!“)

Pfingstgottesdienst

Gemeinsam haben zum wiederholten Male alle Bergedorfer Gemeinden am Pfingstmontag, den 6. Juni 2022, um 11 Uhr auf der Wiese hinter der Kirche St.Christophorus (Lohbrügge) einen gut besuchten ökumenischen Pfingstgottesdienst gefeiert.

Woche der Schöpfung

Zum 2. Mal haben wir in Bergedorf Anfang September eine ökumenische „Woche der Schöpfung“ veranstaltet:

  • mit einem Informations- und Diskussionsabend am Donnerstag, den 8. September, im Gemeindehaus von St.Marien. Clemens Stoltenberg und Andrea Conradi (von der Bergedorfer Gruppe „Extinction Rebellion“) entfalteten das Thema „Klima-Gerechtigkeit“ im Hinblick auf den Nord-Süd-Konflikt, den Generationen-Konflikt und das Arten-Sterben; im zweiten Teil gaben sie konkrete Anregungen, was Kirchengemeinden tun können. Leider waren aus St.Marien weder das Gemeinde-Team noch der Kirchenvorstand vertreten.
  • Am Samstag, den 10. November, haben wir zum 2. Mal einen ökumenischen Freiluft-Gottesdienst gefeiert: neben der Luisenschule, wo wir im Jahr zuvor einen Baum gepflanzt hatten. Mitwirkende waren u.a. der Chor der Neuapostolischen Gemeinde (Glindersweg) und der Bläser-Chor der Evang.-luth. Bugenhagen-Gemeinde (Nettelnburg); die Predigt hielt Helmut Röhrbein-Viehoff.

Bibel-Gesprächsabende

Im Café Chrysander hat unter der Überschrift „Was denkst du darüber?“ eine Reihe von Bibel-Gesprächsabenden zu ausgewählten Texten aus dem Lukas-Evangelium stattgefunden. Ganz bewusst war dieser nicht-kirchliche Ort und Rahmen gewählt worden, um auch Fernstehenden einen niedrigschwelligen Zugang zu ermöglichen. Jeder Abend stand für sich; es haben 7 bis 14 Personen daran teilgenommen. Die Leitung hatten Tobias Radke (St.Petri und Pauli) und Andere.

Nacht der Lichter

Am Montag, den 31. Oktober, haben wir abends in St.Marien den Reformationstag und das Fest Allerheiligen gemeinsam begangen mit einer „Nacht der Lichter“ im Stil und Geist der Communauté de Taizé – vorbereitet und gestaltet von Menschen aus St.Marien und St.Michael (Gojenbergsweg) – im Hinblick auf das Europäische Taizé-Treffen über den Jahreswechsel in Rostock. Wir waren freudig überrascht über die große Zahl von Teilnehmenden.

Stolpersteine

Dem Gedenkrundgang entlang ausgewählter „Stolpersteine“ – vorbereitet von Diakon Stefan Mannheimer und Schulseelsorgerin Astrid Seipelt-Klimpel – sind am Jahrestag der sog. „Reichskristallnacht“, Mittwoch 9. November, wieder zahlreiche Menschen aus verschiedenen Gemeinden Bergedorfs gefolgt. Beginn war vor St.Petri und Paul, Ende in der Krypta von St.Marien.Advent

Advent: Patienten-Gottesdienst

Am 1. Adventssonntag, den 27. November 2022, haben wir um 18 Uhr in St.Petri und Pauli einen ökumenischen Patienten-Gottesdienst gefeiert, mitgestaltet von der Gruppe „Christen im Gesundheitswesen“ (Dr. Volker Brandes, Dr. Georg Schiffner, Dr. Anne-Marie Stüven u.a.); die Predigt hielt Pastor Andreas Baldenius.

Patronatsfest von St.Nicolai

Am Dienstag, den 6. Dezember, haben wir das Patronatsfest von St.Nicolai – Altengamme mit einem ökumenischen Abendgottesdienst (Pastor Martin Waltsgott, Pfr. Markus Diederich) mitgefeiert.

Ausblick: Die nächsten gemeinsamen Veranstaltungen

Ein vorläufiger Ausblick auf das Jahr 2023. Bitte lesen Sie hierzu gerne auch die anderen Beiträge auf dieser Seite des ÖFB.

Weltgebetstag

Am Freitag, den 3. März 2023, um 18.00 Uhr in der Evang.-luth. Gnadenkirche (Lohbrügge, Schulenburgsring); die Liturgie wurde von Frauen aus Taiwan entworfen.

Lobpreis- und Segnungsgottesdienst

Am Freitag, den 10. März 2023, in der Evang.-luth. Magdalenen-Kirche (Reinbek).

Ökumenischer Kreuzweg Neuengamme

Am Palmsonntag, 2. April 2023, um 17.00 Uhr.

Pfingstgottesdienst

Ökumenischer Pfingstgottesdienst am Montag, den 29. Mai 2023.

Helmut Röhrbein-Viehoff
Ökumene-Beauftragter für St.Marien und Edith-Stein

(Von Pfarrer Markus Diederich zum Themenverantwortlichen „Ökumene“ für die Gemeinden St.Marien und Edith-Stein – innerhalb der Pfarrei Heilige Elisabeth – ernannt.)

Gemeinsam für den Frieden beten

Deutschland betet

4. Februar 2023 um 18 Uhr

vor St. Petri und Pauli, Bergedorfer Schloßstraße 2

Seit einem Jahr tobt dieser schreckliche Krieg in Europa. Gemeinsam wollen wir für den Frieden einstehen und rufen deshalb an diesem Tag zum gemeinsamen Gebet um den Frieden auf.

Am 24. Februar jährt sich Putins Angriff auf die Ukraine. Deshalb rufen die Kirchen in Deutschland und in der Schweiz zum Gebet und für ein Ende des Krieges auf.

Gebetsaufruf der Kirchen in Deutschland

deutschlandbetet.de/

Um 18:00 Uhr wird öffentlich vor den Kirchen oder Rathäusern gebetet
Überall in den Städten und Dörfern wollen wir gemeinsamen um den Frieden beten. Diese lokalen Gebete sollen organisch vor Ort entstehen. Auf der Webseite können eigene Initiativen aufgeschaltet bzw. Initiativen koordiniert werden. Man findet dort einen Link zu einer interaktiven Karte, damit alle, die mitbeten wollen, die lokalen Veranstaltungen finden.

Online Gebet am 24. Februar 2023 um 19.30 Uhr

www.youtube.com/watch?v=vC4p9zYt6Ic

Ein Liturgievorschlag findet sich auf der Internetseite www.Deutschlandbetet.de.

Glaube bewegt: Weltgebetstag 2023

Einladung zum Weltgebetstag 2023

Die christlichen Gemeinden in Bergedorf, Lohbrügge und Neuallermöhe laden zur gemeinsamen Feier des Weltgebetstages ein:

Freitag, 3. März 2023, 18 Uhr

Gnadenkirche, Schulenburgring 162, Lohbrügge

Die Liturgie wurde dieses Jahr von Frauen aus Taiwan vorbereitet. Der zentrale biblische Text ist dem Epheser-Brief entnommen (Eph 1, 15-19).

Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es ein Beisammensein mit typischen chinesischen / taiwanesischen Speisen.

Der Weltgebetstag ist die älteste und größte ökumenische Aktion weltweit.

Rund 180 km trennen Taiwan vom chinesischen Festland. Doch es liegen Welten zwischen dem demokratischen Inselstaat und dem kommunistischen Regime in China. Die Führung in Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und will es „zurückholen“ – notfalls mit militärischer Gewalt.

Das international isolierte Taiwan hingegen pocht auf seine Eigenständigkeit. Als Spitzenreiter in der Chip-Produktion ist das High-Tech-Land für Europa und die USA wie die gesamte Weltwirtschaft bedeutsam. Seit Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine kocht auch der Konflikt um Taiwan wieder auf.

Gebete, Lieder und Texte – taiwanesische Christinnen

In diesen unsicheren Zeiten haben taiwanische Christinnen Gebete, Lieder und Texte für den Weltgebetstag 2023 verfasst. Am Freitag, den 3. März 2023, feiern Menschen in über 150 Ländern der Erde diese Gottesdienste. „Ich habe von eurem Glauben gehört“, heißt es im Bibeltext Eph 1,15-19. Wir wollen hören, wie die Taiwanerinnen von ihrem Glauben erzählen  und mit ihnen für das einstehen, was uns gemeinsam wertvoll ist: Demokratie, Frieden und Menschenrechte.  

Die Hauptinsel des 23 Millionen Einwohner*innen zählenden Pazifikstaats ist ungefähr so groß wie Baden-Württemberg. Auf kleiner Fläche wechseln sich schroffe Gebirgszüge, sanfte Ebenen und Sandstrände ab. Über 100 kleine Korallen- und Vulkaninseln bieten einer reichen Flora und Fauna Lebensraum. Bis ins 16. Jahrhundert war Taiwan ausschließlich von indigenen Völkern bewohnt. Dann ging die Insel durch die Hände westlicher Staaten sowie Chinas und Japans. Heute beherbergt Taiwan eine vielfältige kulturelle und sprachliche Mischung. Nur etwa 2% der Bevölkerung gelten als Indigene.

Der Konflikt zwischen der Volksrepublik China und Taiwan geht zurück auf den chinesischen Bürgerkrieg zwischen 1927 und 1949. Damals flohen die Truppen der national­chinesischen Kuomintang vor den Kommunist*innen nach Taiwan. Es folgte nicht nur der wirtschaftliche Aufschwung als einer der „asiatischen Tiger-Staaten“, sondern auch die Errichtung einer Diktatur. Nach langen Kämpfen engagierter Aktivist*innen z.B. aus der Frauenrechts- und Umweltbewegung fanden im Jahr 1992 die ersten demokratischen Wahlen statt.

Heute ist Taiwan ein fortschrittliches Land mit lebhafter Demokratie. Gerade die junge Generation ist stolz auf Errungenschaften wie digitale Teilhabe, Meinungsfreiheit und Menschenrechte. Der hektische Alltag in den Hightech-Metropolen wie der Hauptstadt Taipeh ist geprägt von Leistungsdruck, langen Arbeitstagen und steigenden Lebenshaltungskosten. Und doch spielen Spiritualität und Traditionen eine wichtige Rolle. 

Die meisten Taiwaner*innen praktizieren einen Volksglauben, der daoistische und buddhistische Einflüsse vereint. Zentrum des religiösen Lebens sind die zahlreichen bunten Tempel. Christ*innen machen nur vier bis fünf Prozent der Bevölkerung aus.

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über 100 Jahren für den Weltgebetstag. Zum Weltgebetstag rund um den 3. März 2023 laden uns Frauen aus dem kleinen Land Taiwan ein, daran zu glauben, dass wir diese Welt zum Positiven verändern können – egal wie unbedeutend wir erscheinen mögen. Denn: „Glaube bewegt“!

Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

Ökumenischer Kreuzweg

Palmsonntag, 2. April 2023 um 17 Uhr

Eingang zum Appellplatz (Bushaltestelle „Ausstellung“)

Seit inzwischen 40 Jahren geht und betet die katholische Gemeinde St. Marien Bergedorf, am Palmsonntag den Kreuzweg rund um das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Neuengamme. 

Dazu sind auch alle anderen christlichen Nachbargemeinden eingeladen.

Wir verbinden das Gedächtnis der über 100.000 Menschen, die dort (einschließlich der 85 Außenlager) zwischen 1938 und 1945 inhaftiert und gequält – und von denen 42.900 getötet wurden – mit der Erinnerung des Leidens und Sterbens Jesu Christi. 

Durch die Lesung von Zeugnissen überlebender Häftlinge, im Hören auf die Passion Jesu nach dem Markus-Evangelium und durch das Beten der Psalmen soll aus diesem Ort des Schreckens und der Gewalt ein Ort der Versöhnung und der Hoffnung werden.

Der Kreuzweg beginnt am Palmsonntag, 2. April 2023, um 17.00 Uhr am Eingang zum Appellplatz (Bushaltestelle „Ausstellung“); er dauert knapp 2 Stunden und endet am Ehrenmal. 

Warme Kleidung wird dringend empfohlen.

Pfarrei Heilige Elisabeth
Bille-Elbe-Sachsenwald

Stefan Mannheimer, Diakon

040-71486466
mannheimer@pfarrei-heilige-elisabeth.de

Auf nach Taizé! Auf nach Rostock!

29. Dezember 2022

Am Donnerstag, 29. Dezember 2022 fahren wir mit dem Zug nach Rostock.

Treffpunkt: vor dem Bahnhof Bergedorf (Ausgang Bergedorf)
Uhrzeit: 10 Uhr

Rückkehr am späten Abend um 23.23 Uhr (Ankunft Bergedorf)

Zum 45. Mal veranstaltet die weltberühmte ökumenische Kommunität von Taizé (Frankreich) ihr traditionelles europäisches Jugendtreffen, diesmal in Rostock. Vom 28. Dezember bis zum 1. Januar werden dort ca. 15.000 Dauerteilnehmer*innen aus ganz Europa zwischen 18 und 35 Jahren erwartet.

Das „ökumenische Forum Bergedorf“, der Zusammenschluss aller christlichen Gemeinden der Region, lädt ein zu einem Tagestrip am 29. Dezember. Hier sind auch ältere und jüngere Teilnehmer:innen willkommen. Treffpunkt ist kurz nach 10 Uhr am Bergedorfer S-Bahnhof auf der Bergedorfer Seite. In 5-Gruppen geht es dann zum Fahrkarten-Automaten, um mit Meck.-Pomm.-Tickets per Regionalexpress um 10.32 Uhr zu starten.

Das Tagesprogramm in Rostock:

13.00 Uhr Mittagsgebet in der HanseMesse
15.00 Uhr Workshops über Themen aus den Bereichen Glaube, Gesellschaft, Kunst und Kultur
in Rostock, Warnemünde und der HanseMesse
17.30 Uhr Abendessen bei der HanseMesse
19.00–20.30 Uhr Abendgebet in der HanseMesse

Um 23.23 Uhr kommt der Regionalexpress wieder in Bergedorf an.

Eine Anmeldung ist nicht nötig; weitere Infos gibt es bei: 

Mehr Infos unter www.taizerostock.de

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kommen Sie bitte einfach zum Treffpunkt, dann können wir gemeinsam die Sammeltickets aus dem Automaten ziehen.

Mit Segen beginnen – Start in den Bergedorfer Advent

Das Kirchenjahr beginnt am 1. Advent – und auch der Bergedorfer Advent. Daher feiern wir am

Sonntag, 27. November, abends um 18 Uhr
in St. Petri und Pauli eine ökumenische Vesper zur Eröffnung des „Bergedorfer Advent“.

Neben den christlichen Gemeinden des „Ökumenischen Forums Bergedorf“ gestaltet diesmal ein Team der „Christen und Christinnen im Gesundheitswesen“ diesen Gottesdienst mit und bietet eine Segnung an: Kranke und Gesunde können, wenn sie wollen, individuell gesegnet werden.

Sie sind herzlich eingeladen!

Auf zu neuen Ufern

Lobpreis- und Seegnungsgottesdienst

21. Oktober 2022 um 19.30 Uhr

Edith-Stein-Kirche
HH-Neuallermöhe
Edith-Stein-Platz 1

Freuen Sie sich auf Lobpreis-Musik, eine Band, mitsingen, Bibeltexte und erleben Sie eine spürbar gute Gemeinschaft unter Christenmenschen unterschiedlicher Konfessionen.

Gewagt! Eine Ausstellung

500 Jahre Täuferbewegung

Im Rahmen von „500 Jahre Täuferbewegung 1525-2025“ wurde eine Ausstellung kreiert (In Form von Roll-ups), die den täuferischen Zweig der Reformation im 16. Jahrhundert beschreibt, sowie die damals gewagten täuferischen Ideale illustriert. Dabei geht es um weit mehr als um die Taufe im engeren Sinn.

Auch wenn es bis 2025 noch etwas hin ist, hat die Friedenskirche die brandneue Ausstellung sofort gebucht und lädt herzlich dazu ein.

Ausstellung vom 5. bis 12. November, täglich von 17 bis 19 Uhr in der Friedenskirche

Ladenbeker Furthweg 25, 21033 Hamburg

Sie möchten mit einer Gruppen oder Schulklasse kommen? Bitte melden Sie sich bei Pastor Schubach an: pastor@efg-bergedorf.de.

Vortrag und Konzert

Nonkonformisten, Märtyrerinnen, Visionäre. Das inspirierende Erbe der täuferischen Kirchen

Die Ausstellung wird mit einem Vortrag von Prof. Dr. Andrea Strübind am Sonnabend, 5. November 2022 um 16 Uhr eröffnet.

Prof. Strübind hat einen Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Universität Oldenburg. Die Täufergeschichte ist einer ihrer Schwerpunkte. Sie wird versuchen aufzuzeigen, was die Täuferbewegung uns heute zu sagen hat.

Am letzten Tag der Ausstellung, 12. November 2022 wagt Daniel Hoyos Rodríguez einen Mix aus J.S. Bach und lateinamerikanischen Rhythmen. Kommen Sie und lassen Sie sich überraschen.

Bibelgespräche – Alles darf gesagt werden

Bildquelle: Günter Havlena/ pixelio.de

Bibelgespräche in St. Petri und Pauli 

Inspirierend denn der Text ist Weltliteratur, egal ob man an sie glaubt oder nicht….

Bereichernd, denn unterschiedliche Menschen mit ganz unterschiedlichen Einstellungen zum Glauben, egal ob begeistert, kritisch oder ablehnend, kommen für eine kurze Zeit zusammen und gehen ein Stück im Text spazieren, reden über Entdeckungen, Eindrücke, Fragen, Zweifel, Aufreger. Offen und fair, alles darf gesagt werden, nichts wird bewertet, es gibt keine absoluten Wahrheiten.

Ein Ort der Begegnung, miteinander, mit einem Text

Dienstag, 4. Oktober: Hüpfen & Hoffen– Zwei werdende Mütter berühmter Söhne begegnen einander (Lukas 1, 35f)
Warum und wofür ist mein Leben so, wie es ist? Was sind meine Hoffnungen?

Mittwoch, 2. November: Rufen & Berufen– Eine inspirierende Begegnung zweier Männer (Lukas 5, 1-11) Wo stehe ich? Was sind meine Potentiale und Träume?

Donnerstag, 1. Dezember: Geben & Vergeben – Das Geschenk einer Frau und die Folgen (Lukas 7, 36-50) Was belastet mich und was würde mir helfen, freier zu atmen?

Die Orga: Treffpunkt 19:30 vor der Kirche St. Petri und Pauli / Spaziergang zu einem Lokal der Wahl / wer will, bestellt ein Getränk (an den Finanzen soll es aber nicht scheitern, sprechen Sie mich ruhig vertraulich an) und wir sprechen über einen Bibeltext.

Infos im Gemeindebüro von St. Petri und Pauli, 7214460 oder bei Tobias Radtke tobias.radtke@stpetriundpauli-bergedorf.de

Was denkst Du darüber?

Das war eine Frage, um die sich im Frühjahr 2022 Menschen aus ganz unterschiedlichen Hintergründen (evangelisch, katholisch, distanziert, atheistisch) getroffen haben, um über einen Bibeltext und eine persönliche Fragestellung zu sprechen: Warum und wofür ist mein Leben, so wie es ist? Wo stehe ich? Was sind meine Potentiale, Hoffnungen, Träume? Was belastet mich und was würde mir helfen, freier zu atmen?

An einem angenehmen Ort – das gemütliche Cafe Chrysander – mit leckeren Speisen, einem interessanten Text- denn die Bibel ist ja in jedem Fall Weltliteratur, ob man nun an Gott glaubt oder nicht-  wurde ein Ort der Begegnung geschaffen, in dem man vorurteilsfrei und gelöst ins Gespräch kommen konnte.

Alles, was es brauchte, war die Offenheit, sich auf andere und einen Text einzulassen, egal ob man dann begeistert, kritisch oder ablehnend reagiert.  Und so entstand oft  ein Ort der Begegnung, miteinander , mit einem Text. Beides bereichernd.

Gedenkrundgang 2022

anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht

Mittwoch, 9. November 2022

Treffpunkt um 18 Uhr vor der Kirche St. Petri und Pauli zu Bergedorf.

Bergedorfer Schloßstraße 2

Geplant ist ein 2,3 km langer Fußweg durch Bergedorf, welcher um ca. 19.30 Uhr an der St. Marien Kirche (Reinbeker Weg 8, Ecke Sichter) endet.

An acht Stationen mit Stolpersteinen halten wir kurze Zeiten des Gedenkens.

Der Gedenkrundgang ist offiziell angemeldet.

Bericht vom Gottesdienst zur Schöpfungswoche 2022

Am Sonnabend, 10. September feierten wir Gottesdienst mit Posaunen, Chorgesang, Mitsingen, mit Bibeltexten und natürlich einer Predigt.

Dieser Gottesdienst war wirklich ökumenisch:

  • Musik: Ev.-Luth. Bugenhagen-Gemeinde
  • Chor: Neuapostolische Gemeinde
  • Predigt: Helmut Röhrbein-Viehoff, Kath. Pfarrei Heilige Elisabeth
  • Segen: Dietmar Ullrich, Friedenskirche (Baptisten)
  • und dann werden noch besondere Rundbretter beschriftet

Impressionen finden Sie weiter unten in diesem Beitrag.

Die Predigt von Helmut Röhrbein-Viehof

Katholische Pfarrei Heilige Elisabeth

Predigt Ökumenischer Gottesdienst 10. September 2022, Bergedorf zur Bewahrung der Schöpfung / Klima-Gerechtigkeit

Brennende Wälder, schwelender Boden, versiegende Quellen, ausgetrocknete Flüsse, anhaltende Hitzeperioden, aber auch verheerende Stürme, Wolkenbrüche, Überschwemmungen – die Natur schlägt zurück!

Das ist wohl die Antwort auf unser Verhalten ihr gegenüber: vor allem die westliche, die industrialisierte Welt hat in den letzten 150 Jahren ein Dominanzverhalten gegenüber der Erde samt ihrer Fauna und Flora an den Tag gelegt, welches die Natur vorrangig dem ausbeutenden Zugriff unterwirft.

Eine Folge: der Klima-Wandel / die Klima-Krise – nein, richtiger: die Klima-Katastrophe!

Jetzt kann sie niemand mehr leugnen; die Auswirkungen waren in den letzten Monaten – auch in Europa, auch bei uns – unübersehbar.

Bischöfin Susan Bell von der kanadischen Diözese Niagara sagte kürzlich auf der sog. Lambeth-Konferenz, einem weltweiten Zusammenschluss aller Anglikanischen Kirchen:

„Wir müssen viel mehr Lärm machen gegen den Klimawandel!“

Lärm machen, Aufsehen erregen – das praktiziert auch die Gruppierung „Extinction Rebellion“ mit ihren Methoden, z.B. der erzwungenen Unterbrechung des Straßenverkehrs auf der Bergedorfer Straße. „Unterbrechung“ – sagt übrigens der bedeutende katholische Theologe Johann Baptist Metz – „Unterbrechung ist die kürzeste Definition von Religion“.

Religion unterbricht den Betrieb, stört das Geschäft, legt sich quer, leistet Widerstand gegenüber den herrschenden Verhältnissen. Zumindest das Potential hat sie dazu… Nicht zuletzt deshalb feiern wir – Menschen aus sehr verschiedenen Kirchen und Konfessionen – diesen Gottesdienst – nun schon zum 2. Mal.

Wir haben uns dabei einen anspruchsvollen Bibeltext zugemutet – aus dem Brief des Apostels Paulus an die Christen in Rom (Röm 8, 18-25) – sein letzter uns überlieferter Brief, gewissermaßen schon sein theologisches Vermächtnis. Paulus spricht darin vom Seufzen der ganzen Schöpfung: „Wir wissen, das die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt“ (Röm 8,22).

Ja, die Schöpfung seufzt und ächzt – heute mehr denn je. Sie stöhnt unter dem Zugriff der Menschen. Sie windet sich und sucht, ihrer Vergewaltigung zu entkommen – vergeblich. Der Mensch unterwirft sich die Natur – in Fehlinterpretation des biblischen Auftrags „Füllt die Erde und unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die auf der Erde kriechen!“ (Gen 1,28).

Fehldeutung deshalb, weil der Mensch in biblischer Sicht als „Bild Gottes“, d.h. als sein Repräsentant, für die Schöpfung verantwortlich ist. Der sog. Zweite Schöpfungsbericht – der natürlich kein „Bericht“ ist, sondern ein Mythos, welcher erzählt, was niemals war und immer ist – erzählt von Gottes ausdrücklichem Auftrag an den Menschen, den Garten, den er ihm als Lebensraum anvertraut, zu pflegen und zu bewahren (Gen 2,15) – und nicht, ihn auszubeuten und zu zerstören.

Was haben wir aus diesem Auftrag gemacht!

Indem wir die Natur mit unserer instrumentellen Vernunft überzogen und zum Objekt gemacht haben, haben wir auch uns selber pervertiert. Statt Partner zu sein mit der Natur, haben wir uns ins Gegenüber zur Natur gesetzt. Statt uns als Mitgeschöpfe in der großen Schöpfung Gottes zu verstehen, missverstehen wir uns als Herren der Schöpfung. Übrigens: „Krone der Schöpfung“ ist nach biblischem Verständnis nicht der Mensch – sondern der Schabbat – die Ruhe am 7. Tag. Damit wären wir wieder bei „Religion als Unterbrechung“…

Statt uns als Hüter und Bewahrer unser Mitwelt zu engagieren, handeln wir global nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“. Ja, die Sintflut kommt schon. Der Meeresspiegel steigt aufgrund der Erwärmung der Atmosphäre unaufhaltsam.

Das trifft nicht nur die Niederlande oder die Halligen an der Nordsee- Küste, sondern viel mehr und viel schneller die armen Länder des Südens – wie Bangladesh oder kleine Insel-Staaten wie Vanuatu im Pazifischen Ozean, die einfach von der Bildfläche verschwinden werden.

Oder denken wir aktuell an Pakistan: rund ein Drittel des Landes steht – nach wochenlangen Rekordregenfällen und Sturzfluten – unter Wasser; bis vorigen Donnerstag wurden bereits 1.343 Tote gezählt.

Die Folgen des menschengemachten Klima-Wandels treffen die Armen sehr viel heftiger – die doch am wenigsten daran Schuld sind.

Darum sprechen wir auch von Klima-Gerechtigkeit, die es herzustellen gilt. Gerechtigkeit zwischen Nord und Süd, zwischen Arm und Reich in der Einen Welt. Diese Klima-Gerechtigkeit ist eine Aufgabe, die in erster Linie wir, die bisherigen Nutznießer der Ausbeutung der Natur, zu leisten haben. Denn wir, die Industrieländer, haben seit 150 Jahren massiv gegen die Natur aufgerüstet. Jetzt müssen wir dringend abrüsten. Das wird von uns auch Verzicht auf liebgewordenen Wohlstand bedeuten.

Bei dieser großen Anstrengung könnten wir Christen, könnten die Kirchen weltweit und gemeinsam vorangehen.

Einer, der als Anführer der Christenheit, aber auch aller anderen Menschen guten Willens entschieden vorangeht, ist Papst Franziskus mit seiner wegweisenden Enzyklika „Laudato si ́“ von 2015.

Doch jetzt lasse ich noch mal Paulus zu Wort kommen: „Die Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes“ (Röm 8,19) – heute hätte er gewiss geschrieben: „der Söhne und Töchter Gottes“.

Ja, die Welt wartet auf uns: dass wir uns wahrhaft als Söhne und Töchter des Schöpfergottes erweisen, der diese Welt als Lebenshaus für alle – Pflanzen, Tiere und Menschen – erschaffen hat.

Wenn wir uns als Kinder dieses einen Vaters begreifen, dann können wir sein Erbe nicht verderben. Dann werden wir zu Avangardisten eines anderen, eines befreiten und befreienden Umgangs mit der Schöpfung.

Denn – so sagt Paulus – „auch sie, die Schöpfung, soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes“ (Röm 8,21).

Also: biblisch ist Erlösung nur denkbar zusammen mit der Schöpfung – nicht gegen sie! Rettung gibt es nur dann, wenn wir uns einfügen in den großen Zusammenhang, den wir Natur nennen. Denn „auch wir seufzen in unserem Herzen und warten darauf, das wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne (und Töchter Gottes) offenbar werden“ (Röm 8, 23b).

Ja, biblisch geht es nie um eine abstrakte „Seele“, sondern immer um den „Leib“, um die leibhafte, ganzheitliche Existenz des Menschen. Es geht nicht um Erlösung vom Leib, sondern um Erlösung des Leibes – aus all den entfremdenden Strukturen und tödlichen Verhältnissen, mit denen wir Menschen uns selber kaputt machen.

Um daran zu glauben und dafür zu arbeiten, brauchen wir viel Hoffnung.

„Auf Hoffnung hin sind wir gerettet“ schreibt Paulus nach Rom; „Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung“ (Röm 8,24).

Wie viel Hoffnung haben wir? Und wie viel Hoffnung brauchen wir angesichts der Größe der Aufgaben? Denn noch sind Erfolge ja kaum in Sicht. Noch sehen wir nicht das Ziel – und streiten sogar um den Weg dorthin. Dieser Streit ist not-wendig – wenn er sachlich und fair geführt wird. Aber auch mit Leidenschaft und Geduld.

Um ein letztes Mal Paulus zu zitieren: „Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld“ (Röm 8, 25).

Geduld: ja! Aber keine bequeme Geduld, sondern leidenschaftliche Geduld und geduldige Leidenschaft! Oder, um den Titel eines Gedichtbands (1974) der evangelischen Theologin Dorothee Sölle aufzugreifen: mit revolutionärer Geduld.

Impressionen

Klima-gerechtes Handeln – was tun?

Vortrag und Diskussion

Donnerstag, 8. September 2022
19.30 bis 21.15 Uhr

Gemeindesaal St. Marien-Bergedorf

Sichter 2, 21029 Hamburg

An diesem Abend geht soll es um verschiedene Dimensionen der Klima-Krise gehen:

  • den Nord-Süd-Konflikt,
  • den Konflikt zwischen Arm und Reich,
  • den Generationen-Konflikt
  • und die Auswirkungen auf die Tierwelt (Artensterben);

Wir fragen: Was können wir (als Einzelne) tun, was muss die Politik an Rahmenbedingungen setzen? 

Diskutieren Sie mit!

  • Referent ist Clemens Stoltenberg (Dipl-Ing., Projekt-Manager und Produkt-Entwickler) aus Wentorf
  • Co-Referentin Andrea Conradi (Ärztin für Kinder-und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie)

Ökumenischer Open-Air-Familiengottesdienst

Ökumenischer Open-Air-Familiengottesdienst anlässlich des Schuljahresbeginns

Sonntag, 21. August 2022 um 10 Uhr

Erlöserkirche, Lohbrügger Kirchstraße, Hamburg-Lohbrügge

Ökumenische Feier am 31. Oktober 2022

Liebe Freunde und Freundinnen der Bergedorfer Ökumene,

St.Michael und St.Marien laden gemeinsam zu einem Taizé-Gottesdienst ein – als Vorbereitung auf das Europäische Taizé-Treffen über den Jahreswechsel in Rostock.

Ökumenischer Gottesdienst

Montag, 31. Oktober 2022 um 19 Uhr

St. Marien, Reinbeker Weg 8, 21029 Hamburg-Bergedorf

Im Anschluss laden wir zur Begegnung bei Brot, Wein und Traubensaft ein.

Menschen aus allen Bergedorfer Gemeinden und Gemeinschaften sind dazu herzlich willkommen. Auf dieses Weise begehen wir den Reformationstag (31. Oktober) und das Fest Allerheiligen (1. November) ökumenisch.

Viele Grüße, Helmut Röhrbein-Viehoff

Die katholischen Gemeinden in Bergedorf in der Pfarrei Heilige Elisabeth

Open-Air-Gottesdienst Pfingstmontag

Pfingstmontag, 6. Juni 2022 um 11 Uhr

St. Christophorus, Riehlstraße 64, Hamburg-Lohbrügge

Der Gottesdienst findet auf der Wiese hinter der Kirche statt. Sollte das Wetter nicht mitspielen, feiern wir in der Kirche.

Im Anschluss an den Gottesdienst sind Sie zu Begegnung, Imbiss und Kaffee eingeladen.

Was denkst Du darüber?

1, 2, 3 oder bis zu 7 Abende über Gott und die Welt sprechen? Oder doch über Gott und mich? Was denkst Du darüber? Mit so einer Frage ins Gespräch kommen? Oder nur zuhören?

Wir haben jeweils mit einem kurzen Text aus der Bibel begonnen und dann diese Fragen und Themen besprochen:

Das waren wunderbare und inspirierende Abende! Vielen Dank!

Bitte schauen Sie auf unserer Seite gelegentlich vorbei. Wir überlegen eine Fortsetzung dieser Gesprächsreihe.

Es ist Krieg. Ein ratloser Psalm.

Aufgeschreckt bin ich, Ewiger, reibe mir zitternd die Augen; ein Traum muss es sein, ein schrecklicher Alptraum.

Entsetzt höre ich die Nachrichten, kann es nicht fassen: Soldaten marschieren, kämpfen und sterben. Es ist Krieg.

Der Wahn eines Mächtigen treibt sie zu schändlichem Tun; mit Lügen hat er sie aufgehetzt, mit dem Gift seiner Hassreden.

In den Kampf wirft er sie, missbraucht ihre Jugend, missbraucht ihre Kraft; erobern sollen sie, töten sollen sie, sein Befehl ist eiskalt.

Seine Nachbarn hat er zu Feinden erklärt, ein Zerrbild gemalt in den dunkelsten Farben seiner wirren Machtfantasien.

Niemand wagt ihm zu widersprechen, seine Claqueure halten still; ein Marionettentheater umgibt ihn, das er höhnisch bespielt.

Seine Bosheit hat Raffinesse, listig und schamlos geht er voran; die Versuche ihn umzustimmen, ließ er ins Leere laufen,

Umsonst sind sie angereist aus besorgten Ländern; Friedensappelle und Warnungen ließen ihn kalt.

Angst und Schrecken verbreiten sich, blankes Entsetzen: wie viele Verletzte wird es geben, wie viel Tote?

Wann wird die gefräßige Gier des Tyrannen gesättigt sein, wann der Blutstrom versiegen, wann die Waffen schweigen?

Hilflos starre ich auf die Bilder und Meldungen, meine Fäuste voll Wut, in meinen Augen regnet es.

Fahr den Kriegstreibern in die Parade, Ewiger. Allen!

Leg ihnen das Handwerk, lass sie straucheln und fallen!

Wecke den Mut und den Widerstand der Rückgrat-Starken, lass das Volk sich erheben und die Verbrecher entlarven!

Nicht entmutigen lassen sollen sich alle, die an den Frieden glauben, die unverdrossen ihre Stimme erheben, gegen Verführer immun sind.

Sei unter denen, die nicht schweigen, die nicht wegschauen, die nicht achselzuckend sagen: was kann ich schon bewirken.

Höre unser Beten, unser Schreien, es töne in Deinen Ohren, unsere Angst um die Welt unser Kinder und Kindeskinder!

Sie hast Du uns in die Hände gegeben, Deine Welt ist die unsrige, In die Hände fallen soll sie nicht den Machthungrigen ohne Gewissen.

Nie werde ich verstehen, warum Du dem allen nur zusiehst, Deine Hand nicht eingreift und die Tyrannen zerschmettert.

Mach Dich gefasst auf meine zornigen Fragen, wenn wir uns sehen werden, später, in diesem rätselhaften Danach, Deinem geheimnis-umwobenen Himmel.

Dann will ich Antworten, will Erlösung und endgültigen Frieden, jetzt aber will ich nicht aufgeben, zu tun was ich tun kann,

damit wir jetzt und auch künftig den Namen verdienen, den wir so selbstverständlich als unseren eigenen tragen,

und ehrlich und glaubwürdig und unverhärtet berührbar, als menschlicher Mensch unter menschlichen Menschen leben.

Stefan Wahl (Priester des Bistums Trier), Jerusalem, 25. Februar 2022

Dieser Psalm hat unseren Bruder im Glauben, Helmut Röhrbein, auf Umwegen aus Jerusalem erreicht. Wir danken Priester Stefan Wahl.

Krieg soll nicht sein – Gebet für den Frieden

Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein

Wir erinnern heute an diesen epochalen Konsens der weltweiten Christenheit.

Unter dem Eindruck zweier Weltkriege hat der „Ökumenische Weltrat der Kirchen“ 1948 diesen Beschluss gefasst. Unter Aufarbeitung auch der eigenen, unheilvollen Geschichte mit der Idee des „Heiligen Krieges“ und einer „Heiligung der Mittel durch einen guten Zweck“ hat man sich auf diesen Grundsatz geeinigt. Dahinter sollten wir nie mehr zurückfallen!

Wir rufen auf zum Gebet für den Frieden

Heute besonders in der Ukraine. Wir schließen uns allen Bemühungen an, die die Überwindung militärischer Optionen in der internationalen Sicherheits-Architektur zum Ziel haben.

Gemeinsam beten.

Kommen Sie zu den Gottesdiensten unserer Kirchen und Gemeinschaften.

Gebete für den Frieden

Möge es Dein Wille sein, Ewiger, unser Gott und Gott unserer Väter, dass Du Kriege und Blutvergießen von der Welt nimmst und großen, wunderbaren Frieden über die Welt bringst.

„Möge kein Volk gegen ein anderes das Schwert erheben, noch Krieg weiterhin lernen“ (Jeschaja 2, 4), nur mögen alle Bewohner der Erde die Wahrheit erkennen und wissen, dass wir nicht in diese Welt kamen, um zu streiten und zu kriegen, und nicht um Hass, Neides, Ärgers und Blutvergießens willens, Gott behüte, nur sind wir hier, um Dich zu erkennen und anzuerkennen, ewig Gesegneter.

Möge der Vers in Erfüllung gehen: „Und Ich bringe Frieden über die Erde, auf dass ihr euch schlafenlegt und euch keiner aufschreckt, und schaffe wilde Tiere weg aus dem Land, und kein Schwert gehe durch euer Land.“ (3. Buch Moses 26,6)

Gebet für den Frieden von Rabbi Natan aus Breslav
Deutsche Übersetzung von Rabbiner Jaron Engelmayer

Friedensgebet des russischen Patriarchen Kyrill

Herr Jesus Christus, unser Gott, siehe herab mit deinem barmherzigen Auge auf das Leid und das so schmerzerfüllte Schreien deiner Kinder, die in der Ukraine sind. Befreie dein Volk vom Bruderkrieg, verringere das Blutvergießen, Befreie von den Nöten, die der Krieg mit sich bringt. Die, die ein Haus verloren haben, lass wieder ein Zuhause finden, gib den Hungernden zu essen, tröste die Weinenden, vereine die Getrennten.

Lasse es nicht zu, dass deine Kirche Jemanden verliert aus Wut gegenüber Mitmenschen und Verwandten, sondern, schenke wie ein großzügiger Gott baldige Versöhnung. Erweiche die Herzen derer, die hart geworden sind und lass uns zurückkehren zur Erkenntnis deiner Weisheit. Schenke Frieden deiner Kirche, ihren treuen Kindern und allen Deinen Völkern, mache uns zum Werkzeug deines Friedens, damit wir mit einem Herzen und einigen Lippen dich preisen, unseren Herrn und Heiland von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Ursprünglich wurde dieses Gebet bereits 2014 von Patriarch Kyrill allen Gemeinden der ROK zum Gebet empfohlen. Hier wird der ursprüngliche Text bezüglich der aktuellen internationalen Lage leicht ergänzt. Deutsche Übersetzung (Pastor Frank Lotichius, ZMÖ Hamburg).

Fastenimpulse 2022

Die Caritas im Norden sorgt für Inspiration in der Fastenzeit und verschickt, beginnend am Aschermittwoch (Mittwoch, 2. März 2022) und bis einschließlich Ostersonntag (17. April 2022), insgesamt acht Impulse zur Fastenzeit.

Wenn Sie interessiert sind, bitte einfach anmelden und die Fastenimpulse per E-Mail erhalten.

Ökumenisches Friedensgebet 2022

Wir beten für die Menschen in der Ukraine. Wir beten für diejenigen, die Macht und Einfluss haben.

Gütiger Gott, wir sehnen uns danach,
miteinander in Frieden zu leben.

Wenn Egoismus und Ungerechtigkeit
überhandnehmen,
wenn Gewalt zwischen Menschen ausbricht,
wenn Versöhnung nicht möglich erscheint,
bist du es, der uns Hoffnung auf Frieden schenkt.

Wenn Unterschiede in Sprache,
Kultur oder Glauben uns vergessen lassen,
dass wir deine Geschöpfe sind und
dass du uns die Schöpfung als gemeinsame
Heimat anvertraut hast,
bist du es, der uns Hoffnung auf Frieden schenkt.

Wenn Menschen gegen Menschen
ausgespielt werden,
wenn Macht ausgenutzt wird,
um andere auszubeuten,
wenn Tatsachen verdreht werden,
um andere zu täuschen, bist du es,
der uns Hoffnung auf Frieden schenkt.

Lehre uns, gerecht und fürsorglich
miteinander umzugehen und der
Korruption zu widerstehen.

Schenke uns mutige Frauen und Männer,
die die Wunden heilen, die Hass und Gewalt
an Leib und Seele hinterlassen.

Lass uns die richtigen Worte, Gesten und
Mittel finden, um den Frieden zu fördern.

In welcher Sprache wir dich auch als
„Fürst des Friedens“ bekennen,
lass unsere Stimmen laut vernehmbar sein
gegen Gewalt und gegen Unrecht.

Amen.

von Sr. Mary Grace Sawe 

Ökumenisches Friedensgebet – eine Initiative von missio und EMW