Das waren meine Gedanken beim ökumenischen Gottesdienst 2023 am Pfingstmontag vor der Bugenhagenkirche in Nettelnburg.
Es ist ein großer Schatz, dass Engagierte aus ganz verschiedenen kirchlichen Hintergründen schon lange miteinander unterwegs sind und sich regelmäßig unterhalten und austauschen. Dabei setzen wir uns auch mit gegenseitigen, kontroversen Meinungen auseinander, ohne sich hinter Mauern zu verschanzen. Das gibt eine gewisse Gelassenheit und weist Dogmen und Theologie ihre Plätze zu. Wichtig, aber nicht entscheidend für die Gemeinschaft.
Und das merkt man dann auch an einem gemeinsam gestalteten Gottesdienst. Eben entspannt, vielfältig interessant. Schönes Bild dafür die drei kurzen Predigtimpulse von ganz unterschiedlichen Hintergründen und Personen.
P.S. Ich habe meinen 16-jährigen Sohn „überredet“ auch so mal ein bisschen Zeit mit Papa zu verbringen. Es hat ihm gut gefallen.
Jugendtreffen in Taizé vom 15. bis zum 23. Juli 2023
„So viele, verschiedene Jugendliche hier auf dem Hügel versammelt zu sehen, gleicht einem Fest und stärkt unsere Hoffnung, dass ein Zusammenleben der Menschen in Frieden möglich ist.“ (Frère Alois)
Heute zählt die Communauté de Taizé an die hundert Brüder, Katholik:innen und Mitglieder verschiedener evangelischer Kirchen. Sie stammen aus über fünfundzwanzig Ländern. Durch ihr Dasein selbst ist die Communauté ein konkretes Zeichen der Versöhnung unter gespaltenen Christen und getrennten Völkern. Wenn ihr mehr wissen wollt, googelt unter: Communauté de Taizé. Jährlich treffen sich Tausende junge Leute aus aller Welt…
Auch wir wollen wieder mit euch dabei sein: Beim Jugendtreffen in Taizé vom 15. bis 23. Juli 2023.
Anmeldeschluss: 3. Juni 2022 Danach gibt es genauere Infos per E-Mail/ Brief! Mindestalter: 15 Jahre
Vorbereitungstreffen: Montag, 5. Juni 2023 um 18 Uhr in St. Marien/ Bergedorf
Must have:
Personalausweis ( Minderjährige benötigen neben dem Ausweisdokument eine formlose Einverständniserklärung sowie eine Kopie der Geburtsurkunde und die Ausweisdatenseite der Sorgeberechtigten)
Auslandskrankenversicherung
nach Möglichkeit ein eigenes Zelt
Kosten
400 Euro pro Person
(Unter Vorbehalt: sollte ein Bustransfer von und nach Hamburg nicht wie geplant möglich sein, fallen ggf. Kosten für die Zugfahrten an; Zuschüsse werden beantragt)
Anmeldung
per Brief: Pfarrei Heilige Elisabeth | Reinbeker Weg 8 | 21029 Hamburg oder per E-Mail (als Anhang) an ott@pfarrei-heilige-elisabeth.de Bitte überweisen Sie gleichzeitig mit der Anmeldung den Teilnehmer:innenbeitrag.
Bankverbindung
Pfarrei Heilige Elisabeth Bank HASPA (BIC: HASPDEHHXXX) | IBAN DE63 2005 0550 1040 2139 00
Die Pfarrei Heilige Elisabeth lädt zur Tagespilgerreise entlang des Jacobsweges durch Hamburg ein
Unser Weg führt uns durch die Hamburger Innenstadt über die Nikolaikirche nach St. Michaelis zu den Landungsbrücken, zur Kirche St. Pauli bis zum Altonaer Balkon und von dort aus die Elbe entlang bis nach Wedel. Inspiriert von verschiedenen geistlichen Impulsen werden wir unseren Weg mal schweigend, mal im Gespräch gehen und lassen die Umgebung auf uns wirken.
Sonnabend, 3. Juni 2023 um 10 Uhr gehts los.
Treffpunkt
Am Wegweise für Pilger an der St. Jacobi-Kirche Jacobikirchhof 22, 20095 Hamburg
Strecke
ca. 21 km, unweit des Weges liegen Bus- und S-Bahnstatonen, ein (Not-)Aussteg ist jederzeit problemlos möglich.
Am Freitagabend von 19.30 bis 21.30 Uhr findet ein LOBPREIS-GOTTESDIENST mit einer Dialog-Predigt im St. Marien-Dom Hamburg statt.
St. Marien-Dom, Am Mariendom 1, 20099 Hamburg-St. Georg
Predigen werden Pastor Dr. Lotanna Olisaemeka von der Katholischen Kirche und der CE sowie Pastor Simon Laufer von der Evangelischen Kirche und der GGE Nord.
Im Ökumenischen Forum HafenCity
Am Sonnabend von 10 bis 14 Uhr werden wir einen IMPULS-TAG im Ökumenischen Forum in der HafenCity Hamburg erleben.
Ökumenisches Forum HafenCity Shanghaiallee 12, 20457 Hamburg-HafenCity
Rund um das Thema der Jahreslosung 2023 „Ich bin ein Gott, der Dich sieht“ werden wir vier kurze Impulse von je 20 Minuten hören, miteinander diskutieren und weiterdenken.
Die Impulse beschäftigen sich mit der Frage, welche Konsequenzen sich aus der Jahreslosung für mein Gottesbild, Weltbild, Selbstbild und Bild des Nächs- ten ergeben.
Abschließen werden wir mit Andacht und Sendung.Kaffee, Tee und Kaltgetränke sowie Hot Dogs und Kuchen sorgen für das leibliche Wohl.
Eingeladen sind alle Christ:innen im Norden
Es gilt immer noch, dass die Ortsgemeinde die Hoffnung der Welt ist. Motivieren wir uns und unsere Geschwister, kommen wir nach Hamburg und lassen wir uns von den Impulsen ermutigen und im Glauben stärken.
Wir bitten am Tag der Veranstaltung im Rahmen einer Kollekte die Kosten der Veranstaltung mitzutragen.
Bitte melden Sie sich per E-Mail für den Sonnabend an, so erleichtern Sie uns die Planung. Sie erhalten keine Rückantwort. Nur für den Impuls-Tag am Sonnabend in der HafenCity bitten wir um eine Anmeldung: info@gge-nord.de.
In der Buggenhagenkirche, Nettelnburger Kirchenweg 4 b
Feiern Sie mit uns, den christlichen Kirchen und Gemeinschaften in Bergedorf, einen ökumenischen Gottesdienst.
Mit Posaunen-Chor, Predigt, Chor, Band, Fürbitten und Sie können sehr gerne mitsingen und mitbeten.
Wir suchen Orientierung
Heute ist bei uns vieles in Veränderung. Wir suchen nach Orientierung und manche wünschen sich mehr feste Standpunkte. Kann uns der Heilige Geist dabei Wegweisung geben? Wo bewirkt Gott selbst Neues?
Was das mit einem Brunnen zu tun hat? Lauschen Sie bitte der Predigt.
St. Marien-Dom, Am Mariendom 1, 20099 Hamburg-St. Georg
Nightfever ist eine weltweite Initiative junger Christen, die aus dem Weltjugendtag 2005 hervorgegangen ist. Was sie selbst erfahren haben, wollen sie weitergeben: Die Erfahrung von Gottes Gegenwart, die Begeisterung für den Glauben und die jugendliche Freude, dies mit anderen zu teilen.
Seit 2014 gibt es Nightfever auch in Hamburg – am St. Marien-Dom.
Ökumene-Beauftragter für St.Marien und Edith-Stein
Mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen wir diesen Bericht.
Treffen des ÖFB
DasÖFBhat sich seit dem 23. Juni 2022 drei Mal getroffen:
am 23. August 2022 in der Vineyard-Gemeinde (Glasbläserhöfe);
am 15. November 2022 in der Freien Evangelischen Gemeinde Neuallermöhe (Wilhelm-Osterhold-Stieg 36);
am 14. Februar 2023 im Gemeindehaus der Evang.-luth. Erlöserkirche (Lohbrügge).
Ökumenische Lobpreis- und Segnungsgottesdienste
Zwei Mal hat das ÖFB in diesem Zeitraum zu ökumenischen Lobpreis- und Segnungsgottesdiensten eingeladen:
am Freitag, den 10. Juni 2022, in der Magdalenen-Kirche in Reinbek;
am Freitag, den 21. Oktober 2022, in der Edith-Stein-Kirche (Thema: „Auf zu neuen Ufern!“)
Pfingstgottesdienst
Gemeinsam haben zum wiederholten Male alle Bergedorfer Gemeinden am Pfingstmontag, den 6. Juni 2022, um 11 Uhr auf der Wiese hinter der Kirche St.Christophorus (Lohbrügge) einen gut besuchten ökumenischen Pfingstgottesdienst gefeiert.
Woche der Schöpfung
Zum 2. Mal haben wir in Bergedorf Anfang September eine ökumenische „Woche der Schöpfung“ veranstaltet:
mit einem Informations- und Diskussionsabend am Donnerstag, den 8. September, im Gemeindehaus von St.Marien. Clemens Stoltenberg und Andrea Conradi (von der Bergedorfer Gruppe „Extinction Rebellion“) entfalteten das Thema „Klima-Gerechtigkeit“ im Hinblick auf den Nord-Süd-Konflikt, den Generationen-Konflikt und das Arten-Sterben; im zweiten Teil gaben sie konkrete Anregungen, was Kirchengemeinden tun können. Leider waren aus St.Marien weder das Gemeinde-Team noch der Kirchenvorstand vertreten.
Am Samstag, den 10. November, haben wir zum 2. Mal einen ökumenischen Freiluft-Gottesdienst gefeiert: neben der Luisenschule, wo wir im Jahr zuvor einen Baum gepflanzt hatten. Mitwirkende waren u.a. der Chor der Neuapostolischen Gemeinde (Glindersweg) und der Bläser-Chor der Evang.-luth. Bugenhagen-Gemeinde (Nettelnburg); die Predigt hielt Helmut Röhrbein-Viehoff.
Bibel-Gesprächsabende
Im Café Chrysander hat unter der Überschrift „Was denkst du darüber?“ eine Reihe von Bibel-Gesprächsabenden zu ausgewählten Texten aus dem Lukas-Evangelium stattgefunden. Ganz bewusst war dieser nicht-kirchliche Ort und Rahmen gewählt worden, um auch Fernstehenden einen niedrigschwelligen Zugang zu ermöglichen. Jeder Abend stand für sich; es haben 7 bis 14 Personen daran teilgenommen. Die Leitung hatten Tobias Radke (St.Petri und Pauli) und Andere.
Nacht der Lichter
Am Montag, den 31. Oktober, haben wir abends in St.Marien den Reformationstag und das Fest Allerheiligen gemeinsam begangen mit einer „Nacht der Lichter“ im Stil und Geist der Communauté de Taizé – vorbereitet und gestaltet von Menschen aus St.Marien und St.Michael (Gojenbergsweg) – im Hinblick auf das Europäische Taizé-Treffen über den Jahreswechsel in Rostock. Wir waren freudig überrascht über die große Zahl von Teilnehmenden.
Stolpersteine
Dem Gedenkrundgang entlang ausgewählter „Stolpersteine“ – vorbereitet von Diakon Stefan Mannheimer und Schulseelsorgerin Astrid Seipelt-Klimpel – sind am Jahrestag der sog. „Reichskristallnacht“, Mittwoch 9. November, wieder zahlreiche Menschen aus verschiedenen Gemeinden Bergedorfs gefolgt. Beginn war vor St.Petri und Paul, Ende in der Krypta von St.Marien.Advent
Advent: Patienten-Gottesdienst
Am 1. Adventssonntag, den 27. November 2022, haben wir um 18 Uhr in St.Petri und Pauli einen ökumenischen Patienten-Gottesdienst gefeiert, mitgestaltet von der Gruppe „Christen im Gesundheitswesen“ (Dr. Volker Brandes, Dr. Georg Schiffner, Dr. Anne-Marie Stüven u.a.); die Predigt hielt Pastor Andreas Baldenius.
Patronatsfest von St.Nicolai
Am Dienstag, den 6. Dezember, haben wir das Patronatsfest von St.Nicolai – Altengamme mit einem ökumenischen Abendgottesdienst (Pastor Martin Waltsgott, Pfr. Markus Diederich) mitgefeiert.
Ausblick: Die nächsten gemeinsamen Veranstaltungen
Ein vorläufiger Ausblick auf das Jahr 2023. Bitte lesen Sie hierzu gerne auch die anderen Beiträge auf dieser Seite des ÖFB.
Weltgebetstag
Am Freitag, den 3. März 2023, um 18.00 Uhr in der Evang.-luth. Gnadenkirche (Lohbrügge, Schulenburgsring); die Liturgie wurde von Frauen aus Taiwan entworfen.
Lobpreis- und Segnungsgottesdienst
Am Freitag, den 10. März 2023, in der Evang.-luth. Magdalenen-Kirche (Reinbek).
Ökumenischer Kreuzweg Neuengamme
Am Palmsonntag, 2. April 2023, um 17.00 Uhr.
Pfingstgottesdienst
Ökumenischer Pfingstgottesdienst am Montag, den 29. Mai 2023.
Helmut Röhrbein-Viehoff Ökumene-Beauftragter für St.Marien und Edith-Stein
(Von Pfarrer Markus Diederich zum Themenverantwortlichen „Ökumene“ für die Gemeinden St.Marien und Edith-Stein – innerhalb der Pfarrei Heilige Elisabeth – ernannt.)
vor St. Petri und Pauli, Bergedorfer Schloßstraße 2
Seit einem Jahr tobt dieser schreckliche Krieg in Europa. Gemeinsam wollen wir für den Frieden einstehenund rufen deshalb an diesem Tag zum gemeinsamen Gebet um den Frieden auf.
Am 24. Februar jährt sich Putins Angriff auf die Ukraine. Deshalb rufen die Kirchen in Deutschland und in der Schweiz zum Gebet und für ein Ende des Krieges auf.
Um 18:00 Uhr wird öffentlich vor den Kirchen oder Rathäusern gebetet Überall in den Städten und Dörfern wollen wir gemeinsamen um den Frieden beten. Diese lokalen Gebete sollen organisch vor Ort entstehen. Auf der Webseite können eigene Initiativen aufgeschaltet bzw. Initiativen koordiniert werden. Man findet dort einen Link zu einer interaktiven Karte, damit alle, die mitbeten wollen, die lokalen Veranstaltungen finden.
Die christlichen Gemeinden in Bergedorf, Lohbrügge und Neuallermöhe laden zur gemeinsamen Feier des Weltgebetstages ein:
Freitag, 3. März 2023, 18 Uhr
Gnadenkirche, Schulenburgring 162, Lohbrügge
Die Liturgie wurde dieses Jahr von Frauen aus Taiwan vorbereitet. Der zentrale biblische Text ist dem Epheser-Brief entnommen (Eph 1, 15-19).
Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es ein Beisammensein mit typischen chinesischen / taiwanesischen Speisen.
Der Weltgebetstag ist die älteste und größte ökumenische Aktion weltweit.
Rund 180 km trennen Taiwan vom chinesischen Festland. Doch es liegen Welten zwischen dem demokratischen Inselstaat und dem kommunistischen Regime in China. Die Führung in Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und will es „zurückholen“ – notfalls mit militärischer Gewalt.
Das international isolierte Taiwan hingegen pocht auf seine Eigenständigkeit. Als Spitzenreiter in der Chip-Produktion ist das High-Tech-Land für Europa und die USA wie die gesamte Weltwirtschaft bedeutsam. Seit Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine kocht auch der Konflikt um Taiwan wieder auf.
Gebete, Lieder und Texte – taiwanesische Christinnen
In diesen unsicheren Zeiten haben taiwanische Christinnen Gebete, Lieder und Texte für den Weltgebetstag 2023 verfasst. Am Freitag, den 3. März 2023, feiern Menschen in über 150 Ländern der Erde diese Gottesdienste. „Ich habe von eurem Glauben gehört“, heißt es im Bibeltext Eph 1,15-19. Wir wollen hören, wie die Taiwanerinnen von ihrem Glauben erzählen und mit ihnen für das einstehen, was uns gemeinsam wertvoll ist: Demokratie, Frieden und Menschenrechte.
Die Hauptinsel des 23 Millionen Einwohner*innen zählenden Pazifikstaats ist ungefähr so groß wie Baden-Württemberg. Auf kleiner Fläche wechseln sich schroffe Gebirgszüge, sanfte Ebenen und Sandstrände ab. Über 100 kleine Korallen- und Vulkaninseln bieten einer reichen Flora und Fauna Lebensraum. Bis ins 16. Jahrhundert war Taiwan ausschließlich von indigenen Völkern bewohnt. Dann ging die Insel durch die Hände westlicher Staaten sowie Chinas und Japans.Heute beherbergt Taiwan eine vielfältige kulturelle und sprachliche Mischung. Nur etwa 2% der Bevölkerung gelten als Indigene.
Der Konflikt zwischen der Volksrepublik China und Taiwan geht zurück auf den chinesischen Bürgerkrieg zwischen 1927 und 1949. Damals flohen die Truppen der nationalchinesischen Kuomintang vor den Kommunist*innen nach Taiwan. Es folgte nicht nur der wirtschaftliche Aufschwung als einer der „asiatischen Tiger-Staaten“, sondern auch die Errichtung einer Diktatur. Nach langen Kämpfen engagierter Aktivist*innen z.B. aus der Frauenrechts- und Umweltbewegung fanden im Jahr 1992 die ersten demokratischen Wahlen statt.
Heute ist Taiwan ein fortschrittliches Land mit lebhafter Demokratie. Gerade die junge Generation ist stolz auf Errungenschaften wie digitale Teilhabe, Meinungsfreiheit und Menschenrechte. Der hektische Alltag in den Hightech-Metropolen wie der Hauptstadt Taipeh ist geprägt von Leistungsdruck, langen Arbeitstagen und steigenden Lebenshaltungskosten. Und doch spielen Spiritualität und Traditionen eine wichtige Rolle.
Die meisten Taiwaner*innen praktizieren einen Volksglauben, der daoistische und buddhistische Einflüsse vereint. Zentrum des religiösen Lebens sind die zahlreichen bunten Tempel. Christ*innen machen nur vier bis fünf Prozent der Bevölkerung aus.
Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über 100 Jahren für den Weltgebetstag. Zum Weltgebetstag rund um den 3. März 2023 laden uns Frauen aus dem kleinen Land Taiwan ein, daran zu glauben, dass wir diese Welt zum Positiven verändern können – egal wie unbedeutend wir erscheinen mögen. Denn: „Glaube bewegt“!
Eingang zum Appellplatz (Bushaltestelle „Ausstellung“)
Seit inzwischen 40 Jahren geht und betet die katholische Gemeinde St. Marien Bergedorf, am Palmsonntag den Kreuzweg rund um das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Neuengamme.
Dazu sind auch alle anderen christlichen Nachbargemeinden eingeladen.
Wir verbinden das Gedächtnis der über 100.000 Menschen, die dort (einschließlich der 85 Außenlager) zwischen 1938 und 1945 inhaftiert und gequält – und von denen 42.900 getötet wurden – mit der Erinnerung des Leidens und Sterbens Jesu Christi.
Durch die Lesung von Zeugnissen überlebender Häftlinge, im Hören auf die Passion Jesu nach dem Markus-Evangelium und durch das Beten der Psalmen soll aus diesem Ort des Schreckens und der Gewalt ein Ort der Versöhnung und der Hoffnung werden.
Der Kreuzweg beginnt am Palmsonntag, 2. April 2023, um 17.00 Uhr am Eingang zum Appellplatz (Bushaltestelle „Ausstellung“); er dauert knapp 2 Stunden und endet am Ehrenmal.
Am Donnerstag, 29. Dezember 2022 fahren wir mit dem Zug nach Rostock.
Treffpunkt: vor dem Bahnhof Bergedorf (Ausgang Bergedorf) Uhrzeit: 10 Uhr
Rückkehr am späten Abend um 23.23 Uhr (Ankunft Bergedorf)
Zum 45. Mal veranstaltet die weltberühmte ökumenische Kommunität von Taizé (Frankreich) ihr traditionelles europäisches Jugendtreffen, diesmal in Rostock. Vom 28. Dezember bis zum 1. Januar werden dort ca. 15.000 Dauerteilnehmer*innen aus ganz Europa zwischen 18 und 35 Jahren erwartet.
Das „ökumenische Forum Bergedorf“, der Zusammenschluss aller christlichen Gemeinden der Region, lädt ein zu einem Tagestrip am 29. Dezember. Hier sind auch ältere und jüngere Teilnehmer:innen willkommen. Treffpunkt ist kurz nach 10 Uhr am Bergedorfer S-Bahnhof auf der Bergedorfer Seite. In 5-Gruppen geht es dann zum Fahrkarten-Automaten, um mit Meck.-Pomm.-Tickets per Regionalexpress um 10.32 Uhr zu starten.
Das Tagesprogramm in Rostock:
13.00 Uhr
Mittagsgebet in der HanseMesse
15.00 Uhr
Workshops über Themen aus den Bereichen Glaube, Gesellschaft, Kunst und Kultur in Rostock, Warnemünde und der HanseMesse
17.30 Uhr
Abendessen bei der HanseMesse
19.00–20.30 Uhr
Abendgebet in der HanseMesse
Um 23.23 Uhr kommt der Regionalexpress wieder in Bergedorf an.
Eine Anmeldung ist nicht nötig; weitere Infos gibt es bei:
Das Kirchenjahr beginnt am 1. Advent – und auch der Bergedorfer Advent. Daher feiern wir am
Sonntag, 27. November, abends um 18 Uhr in St. Petri und Pauli eine ökumenische Vesper zur Eröffnung des „Bergedorfer Advent“.
Neben den christlichen Gemeinden des „Ökumenischen Forums Bergedorf“ gestaltet diesmal ein Team der „Christen und Christinnen im Gesundheitswesen“ diesen Gottesdienst mit und bietet eine Segnung an: Kranke und Gesunde können, wenn sie wollen, individuell gesegnet werden.
Freuen Sie sich auf Lobpreis-Musik, eine Band, mitsingen, Bibeltexte und erleben Sie eine spürbar gute Gemeinschaft unter Christenmenschen unterschiedlicher Konfessionen.
Im Rahmen von „500 Jahre Täuferbewegung 1525-2025“ wurde eine Ausstellung kreiert (In Form von Roll-ups), die den täuferischen Zweig der Reformation im 16. Jahrhundert beschreibt, sowie die damals gewagten täuferischen Ideale illustriert. Dabei geht es um weit mehr als um die Taufe im engeren Sinn.
Auch wenn es bis 2025 noch etwas hin ist, hat die Friedenskirche die brandneue Ausstellung sofort gebucht und lädt herzlich dazu ein.
Ausstellung vom 5. bis 12. November, täglich von 17 bis 19 Uhr in der Friedenskirche
Ladenbeker Furthweg 25, 21033 Hamburg
Sie möchten mit einer Gruppen oder Schulklasse kommen? Bitte melden Sie sich bei Pastor Schubach an: pastor@efg-bergedorf.de.
Vortrag und Konzert
Nonkonformisten, Märtyrerinnen, Visionäre. Das inspirierende Erbe der täuferischen Kirchen
Die Ausstellung wird mit einem Vortrag von Prof. Dr. Andrea Strübind am Sonnabend, 5. November 2022 um 16 Uhr eröffnet.
Prof. Strübind hat einen Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Universität Oldenburg. Die Täufergeschichte ist einer ihrer Schwerpunkte. Sie wird versuchen aufzuzeigen, was die Täuferbewegung uns heute zu sagen hat.
Am letzten Tag der Ausstellung, 12. November 2022 wagt Daniel Hoyos Rodríguez einen Mix aus J.S. Bach und lateinamerikanischen Rhythmen. Kommen Sie und lassen Sie sich überraschen.
Inspirierend denn der Text ist Weltliteratur, egal ob man an sie glaubt oder nicht….
Bereichernd, denn unterschiedliche Menschen mit ganz unterschiedlichen Einstellungen zum Glauben, egal ob begeistert, kritisch oder ablehnend, kommen für eine kurze Zeit zusammen und gehen ein Stück im Text spazieren, reden über Entdeckungen, Eindrücke, Fragen, Zweifel, Aufreger. Offen und fair, alles darf gesagt werden, nichts wird bewertet, es gibt keine absoluten Wahrheiten.
Ein Ort der Begegnung, miteinander, mit einem Text
Dienstag, 4. Oktober: Hüpfen & Hoffen– Zwei werdende Mütter berühmter Söhne begegnen einander (Lukas 1, 35f) Warum und wofür ist mein Leben so, wie es ist? Was sind meine Hoffnungen?
Mittwoch, 2. November: Rufen & Berufen– Eine inspirierende Begegnung zweier Männer (Lukas 5, 1-11) Wo stehe ich? Was sind meine Potentiale und Träume?
Donnerstag, 1. Dezember: Geben & Vergeben – Das Geschenk einer Frau und die Folgen (Lukas 7, 36-50) Was belastet mich und was würde mir helfen, freier zu atmen?
Die Orga: Treffpunkt 19:30 vor der Kirche St. Petri und Pauli / Spaziergang zu einem Lokal der Wahl / wer will, bestellt ein Getränk (an den Finanzen soll es aber nicht scheitern, sprechen Sie mich ruhig vertraulich an) und wir sprechen über einen Bibeltext.
Das war eine Frage, um die sich im Frühjahr 2022 Menschen aus ganz unterschiedlichen Hintergründen (evangelisch, katholisch, distanziert, atheistisch) getroffen haben, um über einen Bibeltext und eine persönliche Fragestellung zu sprechen: Warum und wofür ist mein Leben, so wie es ist? Wo stehe ich? Was sind meine Potentiale, Hoffnungen, Träume? Was belastet mich und was würde mir helfen, freier zu atmen?
An einem angenehmen Ort – das gemütliche Cafe Chrysander – mit leckeren Speisen, einem interessanten Text- denn die Bibel ist ja in jedem Fall Weltliteratur, ob man nun an Gott glaubt oder nicht- wurde ein Ort der Begegnung geschaffen, in dem man vorurteilsfrei und gelöst ins Gespräch kommen konnte.
Alles, was es brauchte, war die Offenheit, sich auf andere und einen Text einzulassen, egal ob man dann begeistert, kritisch oder ablehnend reagiert. Und so entstand oft ein Ort der Begegnung, miteinander , mit einem Text. Beides bereichernd.
und dann werden noch besondere Rundbretter beschriftet
Impressionen finden Sie weiter unten in diesem Beitrag.
Die Predigt von Helmut Röhrbein-Viehof
Katholische Pfarrei Heilige Elisabeth
Predigt Ökumenischer Gottesdienst 10. September 2022, Bergedorf zur Bewahrung der Schöpfung / Klima-Gerechtigkeit
Brennende Wälder, schwelender Boden, versiegende Quellen, ausgetrocknete Flüsse, anhaltende Hitzeperioden, aber auch verheerende Stürme, Wolkenbrüche, Überschwemmungen – die Natur schlägt zurück!
Das ist wohl die Antwort auf unser Verhalten ihr gegenüber: vor allem die westliche, die industrialisierte Welt hat in den letzten 150 Jahren ein Dominanzverhalten gegenüber der Erde samt ihrer Fauna und Flora an den Tag gelegt, welches die Natur vorrangig dem ausbeutenden Zugriff unterwirft.
Eine Folge: der Klima-Wandel / die Klima-Krise – nein, richtiger: die Klima-Katastrophe!
Jetzt kann sie niemand mehr leugnen; die Auswirkungen waren in den letzten Monaten – auch in Europa, auch bei uns – unübersehbar.
Bischöfin Susan Bell von der kanadischen Diözese Niagara sagte kürzlich auf der sog. Lambeth-Konferenz, einem weltweiten Zusammenschluss aller Anglikanischen Kirchen:
„Wir müssen viel mehr Lärm machen gegen den Klimawandel!“
Lärm machen, Aufsehen erregen – das praktiziert auch die Gruppierung „Extinction Rebellion“ mit ihren Methoden, z.B. der erzwungenen Unterbrechung des Straßenverkehrs auf der Bergedorfer Straße. „Unterbrechung“ – sagt übrigens der bedeutende katholische Theologe Johann Baptist Metz – „Unterbrechung ist die kürzeste Definition von Religion“.
Religion unterbricht den Betrieb, stört das Geschäft, legt sich quer, leistet Widerstand gegenüber den herrschenden Verhältnissen. Zumindest das Potential hat sie dazu… Nicht zuletzt deshalb feiern wir – Menschen aus sehr verschiedenen Kirchen und Konfessionen – diesen Gottesdienst – nun schon zum 2. Mal.
Wir haben uns dabei einen anspruchsvollen Bibeltext zugemutet – aus dem Brief des Apostels Paulus an die Christen in Rom (Röm 8, 18-25) – sein letzter uns überlieferter Brief, gewissermaßen schon sein theologisches Vermächtnis. Paulus spricht darin vom Seufzen der ganzen Schöpfung: „Wir wissen, das die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt“ (Röm 8,22).
Ja, die Schöpfung seufzt und ächzt – heute mehr denn je. Sie stöhnt unter dem Zugriff der Menschen. Sie windet sich und sucht, ihrer Vergewaltigung zu entkommen – vergeblich. Der Mensch unterwirft sich die Natur – in Fehlinterpretation des biblischen Auftrags „Füllt die Erde und unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die auf der Erde kriechen!“ (Gen 1,28).
Fehldeutung deshalb, weil der Mensch in biblischer Sicht als „Bild Gottes“, d.h. als sein Repräsentant, für die Schöpfung verantwortlich ist. Der sog. Zweite Schöpfungsbericht – der natürlich kein „Bericht“ ist, sondern ein Mythos, welcher erzählt, was niemals war und immer ist – erzählt von Gottes ausdrücklichem Auftrag an den Menschen, den Garten, den er ihm als Lebensraum anvertraut, zu pflegen und zu bewahren (Gen 2,15) – und nicht, ihn auszubeuten und zu zerstören.
Was haben wir aus diesem Auftrag gemacht!
Indem wir die Natur mit unserer instrumentellen Vernunft überzogen und zum Objekt gemacht haben, haben wir auch uns selber pervertiert. Statt Partner zu sein mit der Natur, haben wir uns ins Gegenüber zur Natur gesetzt. Statt uns als Mitgeschöpfe in der großen Schöpfung Gottes zu verstehen, missverstehen wir uns als Herren der Schöpfung. Übrigens: „Krone der Schöpfung“ ist nach biblischem Verständnis nicht der Mensch – sondern der Schabbat – die Ruhe am 7. Tag. Damit wären wir wieder bei „Religion als Unterbrechung“…
Statt uns als Hüter und Bewahrer unser Mitwelt zu engagieren, handeln wir global nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“. Ja, die Sintflut kommt schon. Der Meeresspiegel steigt aufgrund der Erwärmung der Atmosphäre unaufhaltsam.
Das trifft nicht nur die Niederlande oder die Halligen an der Nordsee- Küste, sondern viel mehr und viel schneller die armen Länder des Südens – wie Bangladesh oder kleine Insel-Staaten wie Vanuatu im Pazifischen Ozean, die einfach von der Bildfläche verschwinden werden.
Oder denken wir aktuell an Pakistan: rund ein Drittel des Landes steht – nach wochenlangen Rekordregenfällen und Sturzfluten – unter Wasser; bis vorigen Donnerstag wurden bereits 1.343 Tote gezählt.
Die Folgen des menschengemachten Klima-Wandels treffen die Armen sehr viel heftiger – die doch am wenigsten daran Schuld sind.
Darum sprechen wir auch von Klima-Gerechtigkeit, die es herzustellen gilt. Gerechtigkeit zwischen Nord und Süd, zwischen Arm und Reich in der Einen Welt. Diese Klima-Gerechtigkeit ist eine Aufgabe, die in erster Linie wir, die bisherigen Nutznießer der Ausbeutung der Natur, zu leisten haben. Denn wir, die Industrieländer, haben seit 150 Jahren massiv gegen die Natur aufgerüstet. Jetzt müssen wir dringend abrüsten. Das wird von uns auch Verzicht auf liebgewordenen Wohlstand bedeuten.
Bei dieser großen Anstrengung könnten wir Christen, könnten die Kirchen weltweit und gemeinsam vorangehen.
Einer, der als Anführer der Christenheit, aber auch aller anderen Menschen guten Willens entschieden vorangeht, ist Papst Franziskus mit seiner wegweisenden Enzyklika „Laudato si ́“ von 2015.
Doch jetzt lasse ich noch mal Paulus zu Wort kommen: „Die Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes“ (Röm 8,19) – heute hätte er gewiss geschrieben: „der Söhne und Töchter Gottes“.
Ja, die Welt wartet auf uns: dass wir uns wahrhaft als Söhne und Töchter des Schöpfergottes erweisen, der diese Welt als Lebenshaus für alle – Pflanzen, Tiere und Menschen – erschaffen hat.
Wenn wir uns als Kinder dieses einen Vaters begreifen, dann können wir sein Erbe nicht verderben. Dann werden wir zu Avangardisten eines anderen, eines befreiten und befreienden Umgangs mit der Schöpfung.
Denn – so sagt Paulus – „auch sie, die Schöpfung, soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes“ (Röm 8,21).
Also: biblisch ist Erlösung nur denkbar zusammen mit der Schöpfung – nicht gegen sie! Rettung gibt es nur dann, wenn wir uns einfügen in den großen Zusammenhang, den wir Natur nennen. Denn „auch wir seufzen in unserem Herzen und warten darauf, das wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne (und Töchter Gottes) offenbar werden“ (Röm 8, 23b).
Ja, biblisch geht es nie um eine abstrakte „Seele“, sondern immer um den „Leib“, um die leibhafte, ganzheitliche Existenz des Menschen. Es geht nicht um Erlösung vom Leib, sondern um Erlösung des Leibes – aus all den entfremdenden Strukturen und tödlichen Verhältnissen, mit denen wir Menschen uns selber kaputt machen.
Um daran zu glauben und dafür zu arbeiten, brauchen wir viel Hoffnung.
„Auf Hoffnung hin sind wir gerettet“ schreibt Paulus nach Rom; „Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung“ (Röm 8,24).
Wie viel Hoffnung haben wir? Und wie viel Hoffnung brauchen wir angesichts der Größe der Aufgaben? Denn noch sind Erfolge ja kaum in Sicht. Noch sehen wir nicht das Ziel – und streiten sogar um den Weg dorthin. Dieser Streit ist not-wendig – wenn er sachlich und fair geführt wird. Aber auch mit Leidenschaft und Geduld.
Um ein letztes Mal Paulus zu zitieren: „Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld“ (Röm 8, 25).
Geduld: ja! Aber keine bequeme Geduld, sondern leidenschaftliche Geduld und geduldige Leidenschaft! Oder, um den Titel eines Gedichtbands (1974) der evangelischen Theologin Dorothee Sölle aufzugreifen: mit revolutionärer Geduld.
Liebe Freunde und Freundinnen der Bergedorfer Ökumene,
St.Michael und St.Marien laden gemeinsam zu einem Taizé-Gottesdienst ein – als Vorbereitung auf das Europäische Taizé-Treffen über den Jahreswechsel in Rostock.
Ökumenischer Gottesdienst
Montag, 31. Oktober 2022 um 19 Uhr
St. Marien, Reinbeker Weg 8, 21029 Hamburg-Bergedorf
Im Anschluss laden wir zur Begegnung bei Brot, Wein und Traubensaft ein.
Menschen aus allen Bergedorfer Gemeinden und Gemeinschaften sind dazu herzlich willkommen. Auf dieses Weise begehen wir den Reformationstag (31. Oktober) und das Fest Allerheiligen (1. November) ökumenisch.
Viele Grüße, Helmut Röhrbein-Viehoff
Die katholischen Gemeinden in Bergedorf in der Pfarrei Heilige Elisabeth